KI-Projekte mit hohem Potenzial auswählen und starten
Welche KI-Projekte sollen wir tatsächlich umsetzen – und wie aktivieren wir sie mit klarer Verantwortung und realistischen Ressourcen?
Wir bewerten die eingegangenen KI-Projektvorschläge nach gemeinsamen Regeln. Wir wählen die Vorhaben aus, die am stärksten zu unseren geschäftlichen Prioritäten beitragen und sich realistisch umsetzen lassen. Anschließend aktivieren wir sie und führen sie in einem gemeinsamen KI-Projektportfolio.
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Unsere Aufgabe
Nach unserem Projektaufruf liegen Ideen aus unterschiedlichen Bereichen vor. Nicht alle sind gleich wichtig, nicht alle sind ausreichend begründet und nicht alle können gleichzeitig beginnen.
Wir brauchen deshalb transparente Standards für die Auswahl und Aktivierung. Mit ihnen vergleichen wir Projekte auf derselben Grundlage, klären offene Voraussetzungen und treffen bewusst Entscheidungen: starten, vertiefen, zurückstellen oder ablehnen.
Die wirtschaftliche Begründung einzelner Projekte erarbeiten wir mit ABCDEF. Wir entwickeln hier keinen zweiten Business Case. Für genehmigte Integrationsprojekte beginnt anschließend die operative Planung und Umsetzung nach MASTER. SCALE-A entscheidet über die Zusammensetzung und Aktivierung des Portfolios.
Was wir am Ende haben
Am Ende dieser Stufe haben wir folgende nutzbare Arbeitsgrundlagen. Wir entwickeln bestehende Dokumente weiter, statt dieselben Informationen mehrfach zu erfassen.
Project Selection & Activation Standards
Dokumentierte Kriterien, Entscheidungsschritte und Mindestvoraussetzungen für Auswahl, Priorisierung, Freigabe und Projektstart.
AI Project Portfolio
Eine verbindliche Übersicht über ausgewählte, gestartete, zurückgestellte und gegebenenfalls abgelehnte KI-Vorhaben mit Status, Verantwortlichen, Business-Nutzen, Ressourcen und nächster Entscheidung.
Was wir dafür brauchen
Wir beginnen mit dem, was im Unternehmen bereits vorhanden ist. Fehlen Angaben, klären wir sie gezielt bei den zuständigen Personen.
- AI Scaling Program und Project Call Terms aus C.
- Die eingegangenen Projektvorschläge sowie bekannte Abhängigkeiten zwischen ihnen.
- Die Business Priority List und verbindlichen Skalierungsstandards aus S.
- Vorhandene oder neu erstellte ABCDEF Business Cases einschließlich Nutzen, Risiken und finanzieller Einschätzung.
- Verfügbarkeit von Projektleitungen, Fachmitarbeitenden, IT-, Daten- und Umsetzungskapazitäten.
So gehen wir vor
Wir bearbeiten eine zusammenhängende Managementaufgabe in vier praktischen Arbeitsschritten. Diese Arbeitsschritte sind keine zusätzlichen SCALE-Stufen.
Auswahl- und Aktivierungsstandards festlegen
Wie treffen wir faire und wirtschaftlich begründete Projektentscheidungen?
Wir übersetzen die allgemeinen Vorgaben aus S in konkrete Kriterien für Portfolioentscheidungen. Dazu gehören der Beitrag zu den Business-Prioritäten, der erwartete Nutzen, Realisierbarkeit, Umsetzungsaufwand, Risiken und Wechselwirkungen mit anderen Projekten.
Wir definieren auch die möglichen Entscheidungen und die Mindestvoraussetzungen für einen Start. Die Bewertungsregeln werden vor der konkreten Auswahl festgelegt, damit einzelne Vorschläge nicht nach wechselnden Maßstäben beurteilt werden.
Wir klären und dokumentieren:
- Einheitliche Bewertungskriterien
- Erforderlicher Stand des Business Case
- Entscheidungsrechte und Freigabegrenzen
- Entscheidungsarten: Go, Vertiefen, Hold, No-Go
- Mindestvoraussetzungen für die Aktivierung
Vorschläge prüfen und Business Cases vervollständigen
Welche Vorhaben sind fachlich und wirtschaftlich ausreichend begründet?
Wir prüfen die Einreichungen auf Vollständigkeit und fragen gezielt nach. Für aussichtsreiche Vorschläge, die noch nicht ausreichend begründet sind, lassen wir den ABCDEF Business Case ausarbeiten.
Wir vermeiden es, bereits in dieser Stufe jede technische Detailfrage zu lösen. Entscheidend ist, ob das Vorhaben eine nachvollziehbare wirtschaftliche Grundlage besitzt und für eine Integrationsplanung geeignet ist.
Wir klären und dokumentieren:
- Geschäftlicher Beitrag und kritischer Bottleneck
- Plausibilität des Nutzens und der Kosten
- Wichtige Voraussetzungen und Showstopper
- Abhängigkeiten zu anderen Vorhaben
Vorhaben vergleichen und Portfolioentscheidungen treffen
Welche Kombination von Projekten bringt uns am weitesten?
Wir vergleichen die Vorhaben nicht nur einzeln, sondern als Portfolio. Ein starkes Einzelprojekt kann auf Ressourcen angewiesen sein, die gleichzeitig für ein noch wichtigeres Vorhaben benötigt werden.
Wir wählen eine realistische Anzahl von Projekten aus. Zurückgestellte und abgelehnte Vorschläge werden mit nachvollziehbarem Grund dokumentiert. Die Entscheidung wird von den dafür zuständigen Personen getroffen.
Wir klären und dokumentieren:
- Rangfolge und Ressourcenbedarf
- Projektmix nach Business-Prioritäten
- Kritische Abhängigkeiten
- Festgehaltene Freigaben und Zurückstellungen
Ausgewählte Projekte aktivieren und Portfolio anlegen
Sind die Voraussetzungen für einen echten Projektstart vorhanden?
Für jedes genehmigte Vorhaben benennen wir den fachlich Verantwortlichen, die Projektleitung und die zugesagten Kapazitäten. Wir vereinbaren einen Projektauftrag sowie den Übergang in die MASTER-Planung.
Alle Entscheidungen und laufenden Projekte werden im AI Project Portfolio sichtbar. So schafft A die Grundlage für die laufende Portfoliosteuerung in L.
Wir klären und dokumentieren:
- Projektstatus und eindeutige Zuordnung
- Freigabe und Verantwortliche
- Zugesagte Ressourcen und nächster Meilenstein
- Verknüpfung zu ABCDEF und MASTER
- Nächster Portfolio-Prüftermin
Wer daran arbeitet
Die Aufgabe braucht eine klare Führung und die gezielte Mitarbeit der zuständigen Personen. Das bedeutet nicht, dass wir für jeden Schritt einen großen Workshop organisieren müssen.
- Geschäftsleitung oder das zuständige Entscheidungsgremium: genehmigt Projektstarts und wesentliche Ressourcenzusagen.
- Scale Team / Head of AI: bereitet Vergleiche und Entscheidungen vor, dokumentiert die Standards und führt das Portfolio.
- Bereichsverantwortliche: verantworten Nutzenannahmen, fachliche Ergebnisse und notwendige Mitarbeit.
- Controlling, IT sowie gegebenenfalls Datenschutz und weitere Fachstellen: prüfen die für die Entscheidung relevanten Angaben.
Beispiel: Schokofino
Illustratives Unternehmensbeispiel · Schokofino
Nach dem Project Call liegen bei Schokofino drei Vorschläge vor: Lieferantenvorauswahl, automatische Auswertung von Produkttrends und KI-gestützte Angebotserstellung.
Alle drei werden gegen die vereinbarten Business-Prioritäten geprüft. Für die Lieferantenvorauswahl liegt bereits ein plausibler Business Case vor; sie könnte einen kritischen Engpass im Entwicklungsprozess reduzieren. Für die Trendanalyse wird der Business Case noch konkretisiert. Bei der Angebotserstellung fehlen zunächst gesicherte Datenzugänge.
Schokofino entscheidet, die Lieferantenvorauswahl zuerst zu aktivieren. Die Trendanalyse bleibt zur Vertiefung vorgesehen, die Angebotserstellung wird zurückgestellt. Der Projektstart erhält eine fachliche Verantwortung und eine Projektleitung; die Umsetzung beginnt anschließend mit MASTER.
Im AI Project Portfolio sind alle drei Vorhaben mit ihrem Status und der nächsten Entscheidung nachvollziehbar erfasst.
Wann ist unser Ergebnis gut genug?
Wir haben die Stufe ausreichend abgeschlossen, wenn:
- Es gibt vorab verständliche Kriterien für Auswahl und Projektstart.
- Aussichtsreiche Vorhaben wurden mit ABCDEF ausreichend wirtschaftlich begründet.
- Die ausgewählten Projekte passen zu Prioritäten, Kapazitäten und Abhängigkeiten.
- Go-, Hold- und No-Go-Entscheidungen sind dokumentiert.
- Aktivierte Projekte haben Verantwortung, Ressourcen und einen nächsten Schritt.
- Das AI Project Portfolio bildet auch zurückgestellte Vorschläge nachvollziehbar ab.
Typische Fehler, die wir vermeiden
Projektideen mit Business Cases verwechseln
Eine gute Idee allein rechtfertigt keine Freigabe. Wir prüfen den wirtschaftlichen Beitrag nach ABCDEF.
Nur Projekte einzeln bewerten
Die Kombination der Vorhaben muss zu unseren Kapazitäten und Prioritäten passen.
Auswahlkriterien nachträglich ändern
Wir legen die Kriterien vor der konkreten Bewertung fest und dokumentieren Abweichungen.
Freigabe ohne Startfähigkeit erteilen
Ein Projekt wird erst aktiviert, wenn Verantwortung, Ressourcen und der nächste Arbeitsschritt geklärt sind.
Arbeitsvorlagen – Entwurf
Diese Feldstruktur zeigt, welche Informationen unsere Arbeitsvorlagen enthalten sollen. In dieser ersten Fassung sind die Templates direkt auf der Seite beschrieben; separate PDF- und DOCX-Dateien können wir nach der inhaltlichen Freigabe erstellen.
Project Selection & Activation Standards
- Auswahlkriterien
- Nach welchen Kriterien vergleichen wir Vorhaben?
- Nachweise
- Welche Unterlagen und Business-Case-Ergebnisse sind erforderlich?
- Entscheidungsrechte
- Wer darf was freigeben?
- Aktivierungsvoraussetzungen
- Was muss vor dem Start feststehen?
- Entscheidungsstatus
- Welche Entscheidungen sind möglich?
AI Project Portfolio
- Projektname und Bereich
- Um welches Vorhaben geht es?
- Business-Ziel / verknüpfter ABCDEF Business Case
- Welcher Nutzen ist begründet?
- Priorität und Status
- Wie ist das Vorhaben eingeordnet?
- Projektleitung und Sponsor
- Wer trägt die Verantwortung?
- Ressourcen / Abhängigkeiten
- Was braucht es für die Umsetzung?
- Nächste Entscheidung / Termin
- Wie geht es weiter?
LEAD · Unsere KI-Projekte führen und unterstützen
Wir nutzen die vorhandenen Ergebnisse weiter und bearbeiten die nächste Aufgabe.
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