Wo wir KI im
Unternehmen einsetzen.
Wir finden die Stellen in unseren Geschäftsprozessen, an denen KI einen relevanten Unterschied machen kann.
Unsere Business-Ziele geben die Richtung vor. Wir untersuchen die zugehörigen Workflows, erkennen Bottlenecks und prüfen, ob bessere Informationsverarbeitung unsere Ergebnisse tatsächlich verbessern kann.
Wir leiten unsere Suche aus den Business-Zielen ab.
Wir setzen KI nicht wahllos im Unternehmen ein. Unsere Business-Ziele geben uns die Richtung vor. Wir betrachten besonders die Geschäftsprozesse, die für diese Ziele wichtig sind, und suchen dort nach Stellen, an denen bessere Informationsverarbeitung einen relevanten Unterschied machen kann.
KI kann uns benötigte Informationen schneller, umfassender, detaillierter, vollständiger oder in höherer Qualität bereitstellen. Dadurch können wir Entscheidungen verbessern oder beschleunigen und notwendige Handlungen wirkungsvoller ausführen.
Unsere Leitfrage: Warum wollen wir KI gerade hier einsetzen?
Wir suchen zuerst an kritischen Stellen.
Besonders interessant sind Stellen, an denen unsere Geschäftsprozesse heute durch Informationsengpässe begrenzt werden. Wir achten darauf, wo wichtige Informationen zu spät eintreffen oder ihr Umgang unnötig aufwendig ist.
- Wir erhalten entscheidungsrelevante Informationen zu spät.
- Wir müssen dieselben Informationen mehrfach bearbeiten oder pflegen.
- Wir prüfen große Datenmengen manuell.
- Wir benötigen aufwendige Such-, Filter- oder Auswertungsschritte.
- Uns fehlen Informationen für eine wichtige Entscheidung.
Wir hören besonders den Menschen zu, die den Prozess kennen und täglich darin arbeiten. Sie wissen oft genau, wo Zeit verloren geht, unnötiger Aufwand entsteht oder Informationen fehlen. Diese Stellen sind Kandidaten für einen möglichen KI-Einsatz.
Nicht jeder Einsatzort muss ein großer Engpass sein.
Wir konzentrieren uns bevorzugt auf kritische Engpässe, weil dort häufig der größte wirtschaftliche Hebel liegt. Aber auch kleinere Hindernisse, die im laufenden Betrieb immer wieder Zeit und Ressourcen beanspruchen, können interessant sein.
Unser Maßstab: Entscheidend ist nicht die Größe des Problems allein, sondern ob der Nutzen einer Verbesserung den erforderlichen Aufwand rechtfertigt.
Wenn für einen Einsatz erhebliche Investitionen nötig sind, prüfen wir die Wirtschaftlichkeit mit einem AI Business Case.
Wir betrachten zuerst die wichtigsten Geschäftsprozesse.
Wenn wir viele mögliche Einsatzorte haben, beginnen wir bei unseren besonders wichtigen Business-Zielen. Dann untersuchen wir die Geschäftsprozesse, die diese Ziele maßgeblich beeinflussen, und identifizieren dort kritische Stellen der Informationsverarbeitung.
Es kann sinnvoller sein, einen wichtigen Workflow an mehreren aufeinanderfolgenden Engpässen zu verbessern, als viele verschiedene Prozesse nur punktuell zu optimieren. Sobald wir einen Engpass reduzieren, kann die nächste Begrenzung an einer anderen Stelle des gleichen Prozesses sichtbar werden.
Unser Fokus: Nicht möglichst viele KI-Anwendungen, sondern eine möglichst wirksame Verbesserung unserer Geschäftsprozesse.
Wir beziehen das Wissen aus dem Prozess ein.
Um geeignete Einsatzorte zu erkennen, brauchen wir die Menschen, die den Prozess verantworten und darin arbeiten. Der Prozess-Owner kennt Ziele und Anforderungen; die Mitarbeitenden kennen die tatsächliche Ausführung im Alltag.
Beides hilft uns zu verstehen, wo ein Problem wirklich entsteht und ob bessere Informationsverarbeitung daran etwas ändern könnte. Wie Entscheidungsrechte und Verantwortlichkeiten genau verteilt werden, behandeln wir später im Playbook.
Wir unterscheiden Einsatzort und Aufgabe.
Wenn wir einen interessanten Einsatzort gefunden haben, wissen wir noch nicht automatisch, was KI dort konkret tun soll. Deshalb trennen wir die beiden Fragen konsequent.
Wo setzen wir KI ein?
Wir bezeichnen die konkrete Stelle in unserem Workflow, an der eine Verbesserung nötig oder sinnvoll ist.
Welche Aufgabe übernimmt KI dort?
Wir beschreiben die Informationsverarbeitung, die KI an dieser Stelle später übernehmen oder unterstützen könnte.
Diese Unterscheidung brauchen wir für die nächsten Kapitel: Ein geeigneter Ort ist noch keine ausreichend beschriebene KI-Aufgabe.
Wir prüfen, ob die Stelle überhaupt für KI geeignet ist.
Bevor aus einem möglichen Einsatzort ein Projekt wird, verstehen wir die bestehende Informationsverarbeitung. Wir betrachten die vorhandenen Daten, geltenden Regeln, benötigten Ergebnisse und Qualitätsanforderungen. Damit umreißen wir die mögliche KI-Aufgabe.
Unsere Prüffrage: Gibt es hier eine klar beschreibbare Informationsverarbeitung, bei der KI einen relevanten Beitrag leisten könnte?
Wir wählen hier noch keine endgültige technische Lösung. Die detaillierte Spezifikation und der technische Test erfolgen später bei der Integration.
Wir setzen KI nicht ein, nur weil wir es können.
Nicht jeder mögliche Einsatzort ist automatisch sinnvoll. Wir verzichten auf KI, wenn der erwartete Nutzen den Aufwand nicht rechtfertigt, die Aufgabe nicht ausreichend beschreibbar oder überprüfbar ist oder eine bestehende Lösung deutlich wirtschaftlicher wäre.
Selten anfallende Aufgaben können beispielsweise weiterhin besser durch erfahrene Spezialisten erledigt werden, wenn Entwicklung, Integration und Betrieb einer eigenen KI-Lösung unverhältnismäßig wären.
„Kann KI das irgendwie machen?“
„Ist KI an dieser Stelle für uns die sinnvollste Lösung?“
In vier Schritten zu unseren kritischen Einsatzorten.
Wir beginnen beim priorisierten Goal-Profil aus Kapitel 1. Mit vier aufeinander aufbauenden Templates untersuchen wir den Workflow, analysieren Bottlenecks, simulieren Veränderungen und dokumentieren unsere Auswahl.
Workflow und Bottlenecks erfassen
Wir stellen den Weg zum Business-Ziel dar, kennzeichnen die Engpässe und prüfen, ob ihre Reduktion das Gesamtergebnis verbessern würde.
Template 01Einen Bottleneck mit IDEA analysieren
Wir untersuchen Daten, Informationen, Entscheidungen, Aktivitäten, Beteiligte und Zeiten. So verstehen wir das Defizit im Ist-Zustand, ohne die Lösung vorwegzunehmen.
Template 02Veränderungen simulieren
Wir spielen verschiedene Verbesserungen durch, insbesondere schnellere oder bessere Informationsversorgung vor wichtigen Entscheidungen. Wir prüfen Wirkung, Abhängigkeiten und Risiken.
Template 03Kritische Bottlenecks priorisieren
Wir halten Analyse und Simulation nebeneinander und entscheiden, welche Bottlenecks wir weiterverfolgen. Wir dokumentieren Beteiligte, offene Informationen und Gründe für die Priorität – ohne erfundene Punkteskala.
Template 04Wir haben das Wo geklärt.
Nach diesem Kapitel können wir sagen:
- In welchen Geschäftsprozessen wir vorrangig nach KI-Einsatzorten suchen.
- Welche konkreten Stellen für einen möglichen KI-Einsatz interessant sind.
- Warum diese Stellen geschäftlich relevant sind.
- Welches Problem der Informationsverarbeitung dort besteht.
- Ob es grundsätzlich sinnvoll erscheint, den KI-Einsatz dort weiter zu untersuchen.
Die priorisierten kritischen Bottlenecks dokumentieren wir im Entscheidungssheet aus Template 4. Was KI an einem ausgewählten Ort genau tun soll, wer die Verantwortung trägt und wie wir die Lösung entwickeln, behandeln wir in den folgenden Kapiteln.
Vier Templates für Kapitel 2.
Mit diesen Vorlagen untersuchen wir die kritischen Stellen unserer Workflows systematisch. Die Dateinamen und PDF-Links sind für Squarespace einheitlich vorbereitet.
Workflow- und Bottleneck-Übersicht
Wir erfassen die Schritte unseres Workflows, erkennen wesentliche Bottlenecks und prüfen ihren Einfluss auf das Business-Ziel.
Bottleneck-Profil / IDEA-Analyse
Wir analysieren den Ist-Zustand eines Bottlenecks entlang von Daten, Informationen, Entscheidungen und Aktivitäten.
Veränderungssimulation
Wir spielen mögliche Verbesserungen durch und untersuchen Wirkung, Informationsengpässe, Abhängigkeiten und Risiken.
Priorisierung kritischer Bottlenecks
Wir vergleichen die Ergebnisse der Analyse und entscheiden, welche kritischen Stellen wir weiterverfolgen.
Kapitel 3: Wer mit KI im Unternehmen arbeitet
Wir klären Rollen, Verantwortung und Kompetenzen rund um den KI-Einsatz.