KI-Standort – Alexano Master Base

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KI-Standort

Entscheiden Sie, auf welcher technischen Architektur die KI für Ihr Unternehmen laufen soll.

1. Worum geht es – und was steht auf dem Spiel?

Vielleicht haben Sie sich über die technische Seite Ihrer KI bisher gar nicht viele Gedanken gemacht.

Sie öffnen ChatGPT oder Copilot, geben etwas ein und bekommen eine Antwort. Fertig.

Sobald Sie KI aber ernsthaft in Ihrem Unternehmen einsetzen wollen, tauchen plötzlich Fragen auf, mit denen Sie sich bisher wahrscheinlich nicht beschäftigen mussten:

Wo läuft diese KI eigentlich? Wo gehen unsere Daten hin? Was passiert, wenn der Anbieter ausfällt? Und wie abhängig machen wir uns von ihm?

Damit sind Sie bei einer Entscheidung angekommen, die ziemlich technisch klingt, für Sie aber ganz handfeste wirtschaftliche Folgen hat.

Im Kern geht es um eine einfache Frage:

Denn Ihre KI soll irgendwann Teil Ihrer laufenden Geschäftsprozesse werden. Dann muss sie funktionieren. Ihre Mitarbeiter müssen arbeiten können. Ihre Daten müssen geschützt sein. Störungen müssen beherrschbar bleiben. Und Sie möchten nicht irgendwann feststellen, dass ein Anbieter Preise, Bedingungen oder Technologie ändert und Sie kaum noch ausweichen können.

Grundsätzlich stehen Ihnen drei Wege offen: Cloud AI, Private AI oder eine Kombination aus beiden – Hybrid.

2. Was sind die Kriterien und Optionen?

Sie müssen für diese Entscheidung kein IT-Architekt werden.

Aus Ihrer Sicht reichen zunächst drei Fragen: Wie viel Kontrolle habe ich? Was kostet mich das? Und wovon mache ich mich abhängig?

Kontrolle

Wo werden Ihre Daten verarbeitet? Wer kann darauf zugreifen? Was passiert bei einer Störung? Können Sie selbst eingreifen oder müssen Sie warten, bis ein Anbieter das Problem löst?

Kosten

Zur Rechnung gehören nicht nur Lizenzen, sondern auch Integration, Infrastruktur, eigenes Personal, Wartung, Support und die spätere Nutzung im Unternehmen.

Abhängigkeiten

Was passiert, wenn sich Preise, Leistungen oder Bedingungen ändern? Wie leicht könnten Sie Modell, Anbieter oder Dienstleister wechseln?

Damit kommen wir zu den drei Optionen.

OPTION 01

Cloud AI

Meist schnell verfügbar, Zugang zu leistungsfähigen Modellen und vergleichsweise wenig eigene Infrastruktur. Dafür geben Sie einen Teil der Kontrolle an einen Anbieter ab.

OPTION 02

Private AI

Mehr Kontrolle über Daten und Betrieb. Dafür müssen Sie mehr Infrastruktur, Kompetenz und Betriebsaufwand selbst bereitstellen.

OPTION 03

Hybrid

Verbindet beide Wege. Weniger sensible Aufgaben können über die Cloud laufen, besonders sensible Anwendungen in einer stärker kontrollierten Umgebung. Dafür wird das Gesamtsystem komplexer.

Welche Variante für Sie passt, hängt vor allem davon ab, welche Daten verarbeitet werden, wie kritisch die Anwendung für Ihr Geschäft ist, wie viele Menschen und Systeme sie nutzen, welche Leistung benötigt wird und wie viel technische Verantwortung Sie selbst übernehmen wollen.

3. Warum ist diese Entscheidung für Sie schwierig?

Das Unangenehme an dieser Entscheidung ist: Sie ist technisch – aber Sie müssen sie trotzdem treffen und bezahlen.

Und beim ersten Mal fehlt Ihnen wahrscheinlich die Erfahrung.

Sie wissen noch nicht, wie intensiv Ihre Mitarbeiter KI in zwei Jahren nutzen werden. Sie wissen noch nicht, welche Anwendungen hinzukommen. Vielleicht beginnen Sie heute mit zehn Nutzern und haben später 300. Vielleicht recherchiert KI heute Lieferanten und greift morgen direkt auf Einkauf, Produktion und Produktentwicklung zu.

Gleichzeitig verändert sich die Technologie in einem Tempo, das kaum jemand gewohnt ist. Neue Modelle erscheinen, Preise sinken oder steigen, Anbieter verändern ihre Angebote und Möglichkeiten, die heute außergewöhnlich wirken, können in kurzer Zeit Standard sein.

Sie müssen also eine Entscheidung treffen, obwohl ein Teil Ihrer zukünftigen Anforderungen noch gar nicht bekannt ist.

Genau darin liegen einige Fallen.

Sie können den bequemsten Weg wählen, weil er heute schnell funktioniert – und sich damit langfristig stärker abhängig machen, als Ihnen lieb ist.

Sie können umgekehrt sehr viel Geld in eine eigene Infrastruktur stecken, obwohl Sie diese vielleicht lange nicht brauchen.

Oder Sie lassen sich von einer technisch beeindruckenden Lösung überzeugen, bevor überhaupt klar ist, wofür Ihr Unternehmen sie tatsächlich benötigt.

4. Was sind drei gute erste Schritte?

1

Schauen Sie auf Ihre Daten

Welche Daten werden Ihre ersten KI-Anwendungen tatsächlich verarbeiten? Öffentliche Informationen sind etwas anderes als interne Kalkulationen, Kundendaten oder Geschäftsgeheimnisse. Damit bekommen Sie ein erstes Gefühl dafür, wie viel Kontrolle Sie brauchen.

2

Schätzen Sie Ihre wirkliche Nutzung

Wie viele Mitarbeiter sollen die KI nutzen? Wofür? Wie häufig? Welche internen Systeme sollen angeschlossen werden? Und wie schlimm wäre es, wenn die KI einmal mehrere Stunden nicht verfügbar wäre? Eine vernünftige Größenordnung reicht zunächst.

3

Schauen Sie auf den späteren Alltag

Wer kümmert sich darum, wenn sie läuft? Wer überwacht sie? Wer behebt Störungen? Wer führt Updates durch? Wer passt Schnittstellen an? Wer hilft Ihren Mitarbeitern? Erst damit wird sichtbar, was Cloud, Private und Hybrid für Ihr Unternehmen wirklich bedeuten.

5. Worauf muss ich besonders achten?

Beim Datenschutzbedarf: Schauen Sie auf die Daten der konkreten Anwendungen. Nicht jede KI-Aufgabe braucht dieselbe Schutzstufe.
Bei der Nutzung: Rechnen Sie nicht nur mit Ihrem kleinen ersten Test. Überlegen Sie zumindest grob, was passiert, wenn die Nutzung erfolgreich wird und wächst.
Beim Betriebsaufwand: Lassen Sie sich nicht nur Anschaffungspreise und Lizenzkosten zeigen. Fragen Sie immer auch: Was kostet und verlangt diese Lösung von uns, wenn sie jeden Tag funktionieren soll?

Gerade hier lohnt sich außerdem eine zweite technische Meinung. Cloud-Anbieter, Infrastruktur-Anbieter und KI-Berater betrachten die Frage naturgemäß aus unterschiedlichen Perspektiven.

6. Was folgt aus der Entscheidung?

Wenn Sie wissen, ob Sie grundsätzlich eher auf Cloud, Private oder Hybrid setzen wollen, haben Sie den Rahmen festgelegt.

Dann können die nächsten Entscheidungen folgen:

Welcher Anbieter und welche konkrete Technologie passen dazu?
Wie werden Datenschutz und Sicherheit umgesetzt?
Wer baut die Umgebung auf und wer sorgt später dafür, dass sie zuverlässig läuft?

Sie müssen damit noch nicht Ihre endgültige KI-Architektur für die nächsten zehn Jahre beschlossen haben.

MASTER BASE / Entscheidungen

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Der KI-Standort ist eine von zwölf Entscheidungen, die Sie für den kontrollierten Einsatz von KI in Ihrem Unternehmen treffen müssen.

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